18.01.2018: Heimsieg - 3 Punkte!

Zu Gast an diesem Abend war der Kantonsrivale aus Däniken. Mit diesen hatte das TESO aus der Hinrunde noch eine Rechnung offen, kassierte man doch auswärts die einzige Niederlage in der Hinrunde.
Burki und Steffen starteten unerwartet gut ins Herrendoppel. Die Gegenwehr fiel aber auch erschreckend schwach aus. Auch wenn unser Doppel im folgenden Satz ein wenig abbaute, hatten sie das Spiel immer so gut unter Kontrolle, dass die Frage über den Sieger der Partie nie aufkam. Klarer 2-Satzsieg zum Auftakt.
Weitaus mehr Mühe hatten Bünger und Nellen im Damendoppel, auf dem Feld nebenan. Man konnte sich nur selten dem Druck der Gegnerinnen entziehen und das eigene Spiel wunschgemäss aufziehen. In einer engen Schlussphase des Startsatzes machte das Heimteam 2 entscheidende Fehler zu viel. Wieder musste man den Damen aus Däniken nach schwachem Spiel einen Satz überlassen, ein Déjà-vu?! Im Gegensatz zum Hinspiel steigerten sich Bünger und Nellen aber, erfreulicherweise. Nicht ganz auf das gewohnte Niveau, aber dennoch über jenes ihrer Gegnerinnen. So konnte man dem Spiel in der Folge etwas beruhigter zuschauen. Viel mehr (kurze) Bälle zeigten nun ihre erhoffte Wirkung und ein grosser Teil der Punkte gewann das Heimteam. Nach dem verlorenen Startsatz gelangte man so dennoch ans Ziel, was schlussendlich das Wichtigste war. Mit einer 2:0 Führung starteten nun die Einzel-Spiele.
Burki begann im HE3 wieder stark, und liess dem Gegner kaum eine Chance. Von der befürchteten körperlichen Schwäche liess Burki überhaupt nichts erkennen. Im zweiten Satz wägte er sich aber in falscher  Sicherheit, sodass er plötzlich 7 Punkte im Rückstand war. Dank einer, auch mental sehr starken Aufholjagd konnte er diesen aber wett machen, und entschied auch das Einzel in 2 Sätzen für sich. Eine sehr gute Leistung!
Eine solche zeigte auch Schuler im ersten Satz des HE1. Nicht mal einen Drittel der Punkte überliess er dem Gegner. Der (psychische) Einbruch folgte dann aber im 2.Satz. Wie schon im Hinspiel liess er sich vom Gegner aus dem Konzept bringen, und zeigte nicht mehr ansatzweise das gleiche Spiel wie in Durchgang 1. So musste Steffen in der letzten Pause des Spiels Schuler nochmals aufbauen. Steffen schien die richtigen Worte gefunden zu haben, und Schuler zeigte im 3. Satz wieder ein deutlich verbessertes Spiel, machte allem voran deutlich weniger Eigenfehler und konnte sich so ebenfalls für die Niederlage vom Hinspiel revanchieren.
Zum Dameneinzel von Nellen gibt es standesgemäss nur wenig zu schreiben. Die Gegnerin hatte nicht der Hauch einer Chance, verbuchte im ersten Satz noch etwas mehr Punkten als im zweiten, aber eigentlich nur weil Nellen etwas experimentierte. Auch die Dänikerin konnte Nellens perfekte Saisonbilanz nicht gefährden.
So hing alles von Steffen und dem gemischten Doppel ab. Steffen startete ebenfalls gut in sein HE2. Dies darf man aber auch vom Gegner behaupten. Von Anfang an zeigten die beiden lange, ausgeglichene und spannende Ballwechsel. Beide spielten sehr präzise und machten wenig Fehler, ein Spiel auf hohem Niveau. Im entscheidenden Moment des Startsatzes spielte aber der Gegner aus Däniken seine Erfahrung aus und konnte Steffen vermehrt in die Defensive zwingen. Mit Minimalstabstand verlor Steffen den ersten Satz.
Zuletzt mussten auch Bünger und Schuler im gemischten Doppel nochmals an die Arbeit. Diese stellte sich schnell als äussert mühselig heraus. Kaum gespielte Punkte, sehr oft waren sie nach kurzem und langsamem Hin und Her entschieden, leider ein grosser Teil davon zu Ungunsten des Heimteams.
Auch wenn man sich vor nahm, die Punkte im 2.Satz anders gestalten zu wollen, konnte man dies nur sehr selten umsetzen. Schuler wurde oft isoliert und Bünger dann gekonnt ausgespielt. Hier wurde einmal mehr ersichtlich, dass dem Duo noch einige Erfahrung fehlt. Auch der zweite Durchgang ging ziemlich rasant vorüber. Das einzig Gute daran war, dass man Steffen beim dritten und entscheidenden Satz im Einzel zuschauen konnte. Dieser hatte nämlich währenddessen den 2.Satz für sich entschieden! Das Spiel war weiterhin äusserst ausgeglichen und konnte diesmal sogar erst in der Verlängerung, wieder mit nur 2 Punkten Differenz entschieden werden. Und so bekam man einen verdienten Dritten zu sehen. Leider verschlief Steffen den Start in diesem komplett. Die Präzision war plötzlich verloren, und etliche Bälle landeten im Netz oder ausserhalb der Linien. So war Steffen beim Seitenwechsel 3:11 (!!!) hinten. Nellen zeigte sich aber hier als psychisch äusserst erfolgreiche Betreuerin. Steffen steigerte sich wieder und kämpfte sich Punkt für Punkt zurück. Er zeigte eine deutlich bessere Laufleistung und die Präzision in seinen Schlägen war auf einmal zurück. Bei 18 konnte Steffen das Skore erstmals wieder ausgleichen, und nutzte dann weniger später seinen ersten Matchball. Dank einer unglaublichen Aufholjagd und einer insgesamt bärenstarken Leistung konnte Steffen den Match so (wiederum mit Minimalstabstand) für sich entscheiden. Die Freude war beim ganzen Team riesig, konnte man doch erst das zweite Mal in der laufenden Saison den Gegner ohne Punkte nach Hause schicken!
Eine geglückte Revanche für die Niederlage mit Hinspiel, 3 weitere Punkte und ein grosser Schritt in Richtung Saisonziel! #GOTESO!